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Von
der Umkleide aus betrat ich nun diesen Raum in dem sich vier männliche
sowie drei weibliche Ärzte aufhielten. Ja sie wirkten sogar recht
freundlich auf mich. So, als ob das was jetzt auf mich zukommen mag gar
nicht so schlimm zu sein scheint. Professor
Dr. Schöndorf bat mich nun auf einer schwarzen, mitten im Raum
platzierten Liege platz zu nehmen und meine Arme nach oben zu strecken.
In dieser Position vor ihm hockend tastete er nun ganz behutsam meine
rechte Brust ab um diesen Knubbel zu lokalisieren. Alles noch ganz
harmlos - bis ich die Nadel erblickte. Ohhh, was für ein Gefühl der
ANGST doch dabei in mir hoch kroch..... Angst, es könne arg schmerzen.
Aber bevor ich mich hatte auf den Schmerz einstellen können, da war es
auch schon wieder rum. Merkte so gut wie niX von diesem Einstich. Und
als ich das begriff..., also das niX - da schämte ich mich solche Angst
gehabt zu haben...............
Aus dem Augenwinkel heraus - mein Blick nun auf diese Spritze gerichtet - sah ich in das sich darin nun eine rosafarbige [für mich
ziemlich dickflüssig wirkende]
Flüssigkeit befand. Aber dies war
nicht das was mich beunruhigte, eben - da ich selbst ja zu diesem
Zeitpunkt
überhaupt nicht wusste wie solch Zysten-Flüssigkeit generell auszusehen
hat. Was mich total fesselte waren die Gesichter jener anwesenden
Ärztinnen und
Ärzte - die sich von nun an über diese Flüssigkeit "hermachten". Sogar
der Eindruck, dass sie mich völlig vergessen hatten, drängte sich mir
auf. Ich sass da..., wartete und wartete darauf, dass mich jemand
ansprechen würde. Das auch "mir" endlich jemand sagen würde WAS sie da
so von mir haben, was ihre Gesichter so verdunkeln ließ.
Irgendwann hörte ich dann aber nur den Professor
sagte: "ok Frau B. - das war's. Sie können sich wieder anziehen. Schwester Xy wird ihnen ihr Zimmer zeigen".... Ich traute mich in diesem
Moment nicht nachzufragen ob denn alles ok sei, da ich vor dieser
Antwort mächtige Angst verspürte.
Schwester Xy zeigte mir mein Zimmer, in dem ich nach wie vor glaubte nur zwei,
höchstens drei Tage verbringen zu müssen, da in meinem Gepäck [laut Gynäkologen] nach wie vor nur eine harmlose Zyste lag, die (da eben über 2 cm im ø ) es eben nur galt zu entfernen....
Schön war, dass nur noch ein Zimmer für Privatpatienten frei gewesen
war, in dem ich mich auch gleich ans Auspacken machte ums ein wenig
gemütlicher zu haben. Jedoch nach ca. einer ½ Stunde der Eingewöhnungsphase kam auch schon die erste Anweisung von der hiesigen Oberschwester: "Frau B., bitte zum Thoraxröntgen im Untergeschoss des Krankenhauses einfinden" - Oh je..., auch dies war Neuland - und so gar nicht von mir als positiv empfunden, da ich damals noch Raucher war [ca. 1 Päckchen am Tag] - und somit
Angst hatte das sie auch dort etwas finden könnten was mein Leben mehr als nur erschweren würde....
Oben wieder angekommen, wartete auch schon Herr Dr. Thauer, ein zu jener
Zeit angehender Oberarzt, auf meine Rückmeldung um mir zu verkünden "sowie das Ergebnis der Biopsie vorliegen werde ich mich bei ihnen wieder Melden um ihnen Entwarnung zu geben". Ich
wartete also ab da ganz brav auf meinem Zimmer und schon bald darauf
ging auch die Tür wieder auf. Herein kam jedoch "nur" der Anästhesist um
mit mir die Narkose zu besprechen. Seine Bitte, ab jetzt [18-19h] nicht mehr zu rauchen - sie fiel mir mehr als nur schwer nachzukommen, aber dennoch zog
ich’s durch..., irgendwie.
Spät [glaube so gegen 22:00h] verließ dann auch mein Mann diesen, für
mich so bedrohlich wirkenden, Ort ohne dass Dr. Thauer noch einmal ins
Zimmer gekommen wäre.
Aber irgendwie wollte ich an seinen Worte festhalten. Wünschte mir so
sehr das er in dieses
Zimmer kommt und mir sagen würde, dass diese rosafarbener Flüssigkeit
"nur" das übliche Innenleben einer total harmlos daher kommenden Zyste
sei und es für mich deshalb auch spätestens Samstag morgen wieder nach
Hause gehen würde. Aber mein warte wurde nicht belohnt, er kam einfach
nicht............
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