Ketteler- Krankenhaus
- Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie
-
Chefarzt Professor Dr. med. H. Schöndorf
Lichtenplattenweg 85 6050 Offenbach


 

O P E R A T I O N S B E R I C H T

Betr.:

Frau B., M.

Operation-Datum:  26.10.1990

Geb.- Dat.:

xx.xx.1962

Operateur: OA Dr. Fink
Assistenz: Dr. Kaupper, Dr. Horchler
Narkose: Dr. Löwenstein
 
Diagnose:

Mammakarzinom rechts [T2 N? MX]
Zustand nach Aspirations-Zytologie.
 

Operation: Segmentresektion rechte Mamma,
Rezeptorenbestimmung,
axilläre Lymphonodektomie rechts.


Befund: In der rechten Mamma weit nach lateral am Übergang vom oberen zum unteren äusseren Quadranten findet sich ein gut kirschgrosser, derber, mässig verschieblicher Knoten. In der Axilla sind mehrere suspekt vergrösserte Lymphknoten tastbar. Eine Aspirationszytologie hatte maligne Zellen nachgewiesen.

Semizirkuläre Umschneidung des Tumors unter Mitnahme einer Hautspindel, wobei die Schnittlinien in den Spaltlinien der Haut gelegt werden. Herauspräparation des Tumors unter Mitnahme eines breiten Mantels aus mastopath., jedoch insges. unauffälligem Brustdrüsengebebe. Sorgfältige Blutstillung. Einlage einer Redondrainage ins Wundgebiet. Corial Adaptationsnähte. Intracutane Hautnaht mit PDS-Stärke 4x0-Faden, der in der Wunde belassen werden soll.

 
Schnellschnittdiagnose: Mammakarzinom, 2,2 cm Durchmesser, V. a. medulläres Karzinom
 

Zugang zur Axilla über einen Hautschnitt vom Rande des M. pectoralis major ausgehend. Darstellung des lateralen Randes des M. pectoraralis minor, Spalten der Axillarfascie und Lateralisierung des Gewebes, bis nach Dorsal hin der Nervus thoracicus longus dargestellt und sorgfälltig geschont werden kann.
Darstellung der Vena axillaris. Von cranial her kommend wird nun ein block des axillären Lymph- und Fettgewebe entfernt, wobei das thoraco dorsal Gefäss-Nervenbündel sorgfältig geschont wird. Sorgfältige Blutstillung. Die Präparationsebene ist nach crandial hin durch die Vena axillaris begrenzt, nach medial durch den M. serratus anterior, nach dorsal durch die Fascie des M. subscapularis und nach lateral durch den lateralen Rand des M. latissimus dorsal bzw. die Haut.

Der Level III wird zunächst dadurch erreicht, dass man der Vena axillaris/subclavia in ihrem Verlauf unter den M. pactoralis minor folgt, dann über einen 2. Zugang zwischen M. pactoralis minor und major, wobei der M. pactoralis minor von seinem Ansatz an den Rippen abgelöst und lateralisiert wird. Aus dem Level III wird mässig viel lyphatisches Gewebe genommen, jedoch sind dort keine suspekt vergrösserten Lymphknoten aufzufinden.


Sorgfältige Blutstillung. Einlage eines Redondrains ins Wundgebiet. Coriale Adaptationsnähte mit Dexon. Intracutane Hautnaht mit PDS-Stärke 4x=-Faden, der in der Wunde belassen werden soll. Steriler Wundverband.




Gezeichnet:
Oberarzt Dr. Fink




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[Abschrift vom Original]

 

 

 

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