K R E B S - der Feind in mir
(Oktober '
90 / Juni '07)

 



 

                                     ... medulläres Karzinom (T1, G3, NG1, N0) *

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    Erkrankung 2007

     •  14.06. 2007 FA-Sono

     •  Doppler-Sonographie 

     •  Stanzbiopsie           

     •  OP-Bericht              

     •  Histologischer Befund

     •  Entlassungs-Brief   

    Erkrankung 1990

        1. Kontakt/Einw. K-Krh.

     •  Fein-Nadel-Biopsie  

     •  Kurz vor/nach OP    

     •  OP-Bericht             

     •  Path.- Gutachten '90

  

  

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1.  K o n t a k t   m i t   m e i n e m   T u m o r:

- im Jahre 1 9 9 0:


...zwei Jahre nachdem mein damaliger Partner und ich uns trauten, uns trauen zu lassen änderte sich - mit nur einer Berührung, ein Bemerken von dieser kleinen, für mich schon sichtbaren Erhebung in meiner rechten Brust, SCHLAGARTIG mein bis dahin so unbekümmertes Leben..... Alles was zuvor war, wurde ab diesem Tage mächtig auf den Kopf gestellt.
Ein tastbarer Knoten in meiner Brust. In "meiner" dachte ich.... WIESO in meiner...?? Ich, die eigentlich bis dahin noch nie so richtig mit Ärzten & Co zu tun bekam. Nicht einmal Blut wurde mir bis dahin abgezapft  - und jetzt das.
Und so wandte ich einfach die Vogel-Strauss-Politik an. Verdrängte diesen Knoten, in der Hoffnung, was von alleine gekommen ist, wird wohl auch wieder von alleine gehen. Diese Denke funktionierte ja auch all die 28 Jährchen zuvor.., irgendwie. Warum also nicht auch jetzt...? Hatte sogar zeitweise den Eindruck "es" würde kleiner werden... Aber manchmal eben auch nicht.....

 

E i n w e i s u n g   K e t t e l e r  K r h.  O f f e n b a c h  a. M.



Und so musste ich mir nach ca. 3 Monate des Wartens doch eingestehen das dieser Knoten wohl doch nicht wieder von selber verschwinden wird  und sprach erstmals mit meinem Ehemann darüber - der von nun an doch sehr darauf drängte (was ich ja wusste und deshalb schwieg) das ich dieses "etwas" doch bitte von einem Facharzt untersuchen lassen möge....
Ich holte mir also einen Termin und bekam nach der Tastuntersuchung meines Frauenarztes eine Überweisung zur Mammo- sowie Sonographie. Was mich bis dahin freute "keiner nahm mir bis dahin Blut ab" denn davor hatte ich einfach nur höllische Angst. Als mein Gynäkologe die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen hatte, bestellte er mich zu sich und meine "dies ist aller Wahrscheinlichkeit nach "nur" eine ca. 2,5 cm grosse Zyste, die es jedoch gilt, aufgrund ihrer Grösse, operativ entfernen zu lassen"..... S C H O C K...! Ich sollte also in ein Krankenhaus.
An einen Ort wo ich bereits  in meiner Kindheit regelmäßig Ohnmächtig wurde. Auch hatte ich aus diesen Kindertagen ein Trauma, was Krankenhäuser betraf, da ich im zarten Alter von 6 Jahren über einen Monat dort verweilen musste als dummerweise mein Bein "irgendwie" in die Speiche eines Fahrrades (wem seins wird hier nicht genannt *schäm*) reingewurschtelt hatte. Jedoch so schlimm verwurschtelt, dass eine Hauttransplantation nötig wurde.

Aber zurück zu meinem Knoten in der Brust....
Ich also die Überweisung in der Tasche (weinend) wieder nach Hause gefahren. Meine Angst vor Spritzen war so schlimm, dass ich die OP nicht mochte. Gedanklich versuchte ich Ausflüchte zu finden, die mein Mann jedoch allesamt widerlegen konnte, sobald ich sie auch nur hatte ausgesprochen.

Aber ja..., ich wusste auch selbst das ich wohl um diese OP nicht herum kommen würde - und so nahm ich diesen Zustand nach eins, zwei Tagen, zwar sehr widerwillig, an und rief in dem Krankenhaus an in dem ich geboren wurde an. Dies war für mich, wenn überhaupt möglich, doch ein etwas beruhigender Gedanke. Ein Gedanke, der sich im Nachhinein sogar als super Entscheidung herausstellte, da auch diese Klinik (auch Heute ein 
zertifiziertes Brustzentrum in Hessen), bereits dazu überging ihre Patientinnen (fast) ausschliesslich nur noch brusterhaltend zu operieren - was Anfang der 90er beileibe nicht überall gang und gäbe war.

Wie ein häufchen Elend saß ich an diesem Donnerstagmorgen bei der "Anmeldung". Füllte brav all die Bögen aus die mir in die Hand gedrückt wurden und hofften, dass alles nur ein Traum sei. Aber es war die Wirklichkeit. Mo saß tatsächlich in einem Krankenhaus und wartete geduldig "ohne umzukippen" auf einen Arzt der sich ihrer annehmen mag.

Nachdem auch der letzte Bogen ausgefüllt war (mit all den persönlichen Daten) und ich diese in der Anmeldung abgab, ging es auch schon los. Herr Prof. Schöndorf bat mich in sein Zimmer. Erklärte mir und meinem Mann das er nach Sichtung der Mammo- und Sonographiebilder eine Biopsie durchführen möge. Dazu solle ich bitte vor der Umkleide warten bis ich aufgerufen werde. SUPER..., meine mir bewusst 1. Begegnung mit der Nadel stand nun kurz bevor und mir zitterten die Beine. Ab dem Zeitpunkt muss ich wohl auf tranduselig geschaltet haben, denn in mir lief alles wie ein Film ab. Ich kam mir sogar ein wenig betrogen vor, denn hätte mir mein Gynäkologe gesagt, dass dort eine Feinnadelbiopsie auf mich warten würde, ich wäre wohl nie und nimmer dort hin........

 

 

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