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Und so musste ich mir nach ca. 3 Monate des Wartens doch eingestehen das dieser Knoten wohl doch nicht wieder von selber verschwinden wird und sprach erstmals mit meinem Ehemann darüber - der von nun an doch sehr darauf drängte (was ich ja wusste und deshalb schwieg) das
ich dieses "etwas" doch bitte von einem Facharzt untersuchen lassen
möge....
Ich holte mir also einen Termin und bekam nach der Tastuntersuchung meines
Frauenarztes eine Überweisung zur Mammo- sowie Sonographie. Was mich bis
dahin freute "keiner nahm mir bis dahin Blut ab" denn davor hatte ich einfach
nur höllische Angst. Als mein Gynäkologe die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen hatte, bestellte er mich zu sich und meine "dies ist aller
Wahrscheinlichkeit nach "nur" eine ca. 2,5 cm grosse Zyste, die es jedoch gilt, aufgrund ihrer Grösse, operativ entfernen zu lassen".....
S C H O C K...! Ich sollte also in ein Krankenhaus.
An einen Ort wo ich bereits in meiner Kindheit regelmäßig Ohnmächtig wurde.
Auch hatte ich aus diesen Kindertagen ein Trauma, was Krankenhäuser
betraf, da ich im zarten Alter von 6 Jahren über einen Monat
dort verweilen musste als dummerweise mein Bein "irgendwie" in die Speiche eines Fahrrades (wem seins wird hier nicht genannt *schäm*) reingewurschtelt hatte. Jedoch so schlimm verwurschtelt, dass eine Hauttransplantation nötig wurde.
Aber zurück zu meinem Knoten in der Brust.... Ich also die Überweisung in der Tasche (weinend) wieder nach Hause gefahren. Meine Angst vor Spritzen war so schlimm, dass ich die OP nicht mochte. Gedanklich versuchte ich Ausflüchte zu finden, die mein Mann jedoch allesamt widerlegen konnte, sobald ich sie auch nur hatte ausgesprochen.
Aber ja..., ich wusste auch selbst das ich wohl um diese OP nicht herum kommen
würde - und so nahm ich diesen Zustand nach eins, zwei Tagen, zwar sehr
widerwillig, an und rief in dem Krankenhaus an in dem ich geboren wurde an. Dies war für mich, wenn überhaupt möglich, doch ein etwas beruhigender Gedanke. Ein Gedanke, der sich im Nachhinein sogar als super Entscheidung herausstellte, da auch diese Klinik (auch Heute ein zertifiziertes Brustzentrum in Hessen), bereits dazu überging ihre Patientinnen (fast) ausschliesslich nur noch brusterhaltend zu operieren - was Anfang der 90er beileibe nicht überall gang und
gäbe war.
Wie ein häufchen Elend saß ich an diesem Donnerstagmorgen bei der
"Anmeldung". Füllte brav all die Bögen aus die mir in die Hand gedrückt
wurden und hofften, dass alles nur ein Traum sei. Aber es war die Wirklichkeit. Mo saß tatsächlich in einem Krankenhaus und wartete geduldig "ohne umzukippen" auf einen Arzt der sich ihrer annehmen mag.
Nachdem auch der letzte Bogen ausgefüllt war (mit all den persönlichen
Daten) und ich diese in der Anmeldung abgab, ging es auch schon los. Herr Prof. Schöndorf bat mich in sein Zimmer. Erklärte mir und meinem Mann
das er nach Sichtung der Mammo- und Sonographiebilder eine Biopsie
durchführen möge. Dazu solle ich bitte vor der Umkleide warten bis ich
aufgerufen werde. SUPER..., meine mir bewusst 1. Begegnung mit der Nadel stand
nun kurz bevor und mir zitterten die Beine. Ab dem Zeitpunkt muss ich wohl
auf tranduselig geschaltet haben, denn in mir lief alles wie ein Film
ab. Ich kam mir sogar ein wenig betrogen vor, denn hätte mir mein
Gynäkologe gesagt, dass dort eine Feinnadelbiopsie auf mich warten würde,
ich wäre wohl nie und nimmer dort hin........
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