Kooperatives BRUSTZENTRUM Karlsruhe
Direktor Prof. Dr. H.-G. Meerpohl
St. Vincentius Kliniken
Edgar-von-Gierke-Straße 2  76135 Karlsruhe


 

E N T L A S S U N G S D O K U M E N T
[mit der Bitte dies meiner Frauenärztin zu übergeben]


  

Datum: 04.07.2007


Frau M. B., geb. xx.xx.1962, xxx-xxx-Straße x 76xxx Karlsruhe


Sehr geehrte Frau Kollegin,

wir berichten über die o. g. Patientin, die sich vom 26.06. bis 04.07.07 in unserer stationären Behandlung befand.

Diagnose:

Intracystisches, papilläres Mammacarcinom links mit begleitendem DCIS, prämenopausal.

TNM:

pT1 [mic]. pN0 [SN 0/4], L0, V0, M0, G2
ER 0%, PR 0%, Her2-Neu negativ [
= triplel negativ].

DCIS-Anteil: ER+ 90%, PR+ 90%.

ND:

1990 Mammacarcinom rechts unten/aussen, damals brusterhaltende Operation und Axilladissektion rechts, pT1, pN0 [0/6], G3, anschliessend 3x CMF sowie Radiatio.
Schilddrüsenunterfunktion.
1991 Querlaparotomie, Tubenektomie bei EUG [Seite?].
 

Therapie:

27.06.07: Segmentresektion + Sentinel-Node-Dissektion links.
 

Histologie:

Maximal 1,6 cm grosses intracystisches, papilläres Carcinon 0,1 cm bis an den medialen Resektionsrand reichend mit begleitendem intermediate Grad DCIS im umschriebenen Mammaparenchym mit mehreren kleineren 0,1 cm grossen Arealen mit umschriebener Mikroinvasion in einem Mammasegmentresektat. Abstand des invasiven Carzinoms über 1,5 cm zu den Resektionsrändern. Abstand des intraductalen Carcinoms bzw. DCIS nach lateral 1,1 cm, nach thoracal 2,5 cm, ventral 3 cm, mamillennah 2,9 cm, mamillenfern 3 cm. Abstand des DCIS nach medial 1,6 cm. Tumorfreies Nachresektat retromamillär links. 4 tumorfreie Lymphknoten.
 

Staging:
Zytologie:
Pap II.


 
Knochenszintigramm 02.07.07:
Kein Hinweis auf metastasensuspekte Knochenumbauprozesse. Vermehrter Knochenumbau LWK5 links, degenerativ erklärbar
 
Lebersonographie 03.07.07:
Glatt konturiert, echodicht Struktur, ohne isolierten pathologischen Befund
 
Röntgen-Thorax 27.06.07:
Kein Hinweis auf Filialisierung
 
Röntgen-Mammographie 27.06.07:
Rechts BIRADS 1. Links BIRADS 6
 

Empfehlung/interdisziplinäre Brustkonferenz 02.07.07:

Radiatio der Mamma mit Boost.

Chemotherapie mit Anthrazyklin-Kombination [z.B. FEC].

Im Anschluss endokrine Therapie mit Tamoxifen [wegen DCIS].

Bei Doppelcarcinom [1. Carcinom unter 30 Jahren] BRCA-Analyse erwägen.

Nachsorge wegen Risikokontellation mit MRT + Ultraschall empfohlen.

Falls BRCA 1/2 Mutation nachgewiesen - prophylaktische Ovarektomie erwägen.

 

Frau B. wird mit einem histologisch gesicherten Mammcarcinom links unten/aussen stationär aufgenommen. Die Patientin selbst tastete einen Knoten in der linken Brust, daraufhin wurde eine Mammastanzbiopsie sonographisch gesteuert durchgeführt.

 

Gyn. Anamnese:
Menarche mit 12 Jahren, Zyklus regularis, LP: 08.06.07 Z.n. Mammacarcinom rechts unten/aussen 1990. Therapie siehe oben.

Nach der üblichen präoperativen Vorbereitung führten wir den o.g. Eingriff komplikationslos durch. Im postoperativen Staging kein Hinweis für viscerale oder ossäre Metastasierung. Die Drainagen konnten zeitgerecht entfernt werden.



*
[Abschrift vom Original]

 

 

 

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