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    Krebs - der Feind in mir 

     • Oktober 1990              

     • Juni 2007                    

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A

 

Ablatio mamma

Auch Mastektomie genannt. Operative Entfernung eines gesamten Organs [hier mammae = die weibliche Brust]

 

 

Adenokarzinom

Krebs, der aus Drüsengewebe hervorgeht, zB. die meisten Brustkrebsarten

 

 

Adenose, sklerosiernde

eine Form der Mastopathie..., mit gutartigen Wucherungen der Drüsenläppchen die zu Verkalkungen neigt

 

 

Adenokarzinom

Krebsgeschwüre die in drüsenbildendem Gewebe entstehten

 

 

Adenosekalk

Verkalkungen in sklerosierender Adenose, meist Sekrett- verkalkungen

 

 

adjuvante Therapie

Behandlung im Anschluss an eine Operation, bei der zwar der Tumor vollständig entfernt, aber dennoch die Erfahrung gezeigt hat, dass es im Körper bereits weitere, bisher noch nicht nachweisbare Krebszellen [Mikrometastasen] geben könnte, die zB. durch eine Chemo-, Radio-, Hormon- und/oder Antikörpertherapie zerstört werden sollen

 

 

Afterloading-Technik

Ist eine Technik der Strahlentherapie, wobei radioaktive Substanzen als Strahlenquelle über genau platzierte Röhrchen direkt in das zu bestrahlende Gewebe eingebracht werden [siehe auch Brachytherapie]

 

 

AHB

Abkürzung für: Anschlussheilbehandlung..., die möglichst Zeitnah nach Abschluß der Primärbehandlung durchgeführt werden sollte. Je nach Einzelfall ist ein  stationärer Aufenthalt von 3 bis 6 Wochen in einer onkologischen Rehabilitationsklinik möglich

 

 

AHT

Steht für die Abkürzung: Antihormontherapie

 

 

Amputation

chirurgische Abtrennung eines Körperteils [(Ablation; Mastektomie]

 

 

Anämie

wenn sich die roten Blutkörperchen unter einen bestimmten Grenzwert Verminderung. Man kennt es auch unter der Bezeichnung "Blutarmut"

 

 

Anästesie

gr. aisthesis = Empfindung: Unempfindlichkeit des Körpers gegenüber äußeren Reizen, insbesondere Schmerzen

 

 

Anamnese

Die Krankengeschichte im Allgemeinen [Vergangenheit und Gegenwart]

 

 

Angiogenese

Entstehung neuer Blutgefäße. Bösartige Tumore können solche Fähigkeit ,neue Blutgefäße zu bilden, besitzen und sind dadurch als besonders aggressiv einzustufen - da sie sich so ihre eigenen Blutversorgung für ihre Ernährung erschaffen, was zu einer raschen Streuung von Krebszellen führt

 

 

Angiogenese-Hemmer

sind Substanzen, die eine Neubildung von Blutgefäßen verhindern und die Entstehung von Tochtergeschwülsten blockiert soll

 

 

Anthrazykline

Gruppe von Zytostatika, die auf die Erbinformation im Zellkern einwirken und das Zellwachstum hemmen [zB. Doxorubicin, Epirubicin]

 

 

Antihormontherapie

Medikamentöse Behandlung, die die Geschlechtshormone unterdrückt. Hiermit werden bösartige Tumore behandelt, für die Hormone als Wachstumsreiz wirken

 

 

Antikörpertherapie

Eine Behandlung mit Antikörper-Medikamenten, die vergleichbar den natürlichen Abwehrstoffen wirken. Die Antikörpertherapie wird deshalb auch als Immuntherapie bezeichnet. Sie gilt als zukunftsweisend, denn diese Behandlung kann gezielt auf individuelle Besonderheiten eines Tumors abgestimmt werden

 

 

Antiöstrogene

Dies sind Medikamente, die die Wirkung von körpereigenen Östrogenen aufheben bzw. blockieren indem sie sich an die Östrogenrezeptoren binden

 

 

Apoptose

gr. apo = weg und ptosis = Fall. Eine Form des programmierten Zelltods. Es ist gewissermaßen ein Selbstmordprogramm einzelner biologischer Zellen. Dieses kann von außen angeregt [etwa durch Immunzellen], oder aufgrund von zellinternen Prozessen [etwa nach starker Schädigung der Erbinformation] ausgelöst werden. Im Gegensatz zum anderen bedeutenden Mechanismus des Zelltodes, der Nekrose, wird die Apoptose von der betreffenden Zelle selbst aktiv durchgeführt, ist Teil des Stoffwechsels der Zelle

 

 

Areola

Warzenhof der Brustwarze

 

 

Aromatasehemmer (AH)

Substanzen, die die Östrogenproduktion im Körper deutlich reduzieren. Sie hemmen ein Enzym, das für die Umwandlung der in den Nebennieren gebildeten männlichen Geschlechtshormone in Östrogene verantwortlich ist. Ein hormonabhängiges Tumorwachstum wird so gehemmt

 

 

asymptomatisch

Keine Symptome [Anzeichen] einer Erkrankung

 

 

ATP-
Chemosensitivitätstest

Ein Testverfahren, um das Ansprechen eines Tumors auf bestimmte Chemotherapeutikas vorherzusagen. Ein Verfahren was auf die Messungen des sogenannten ATP-Gehalts in der Zelle beruht. ATP= Adenosintriphosphat [Energiespeicher einer noch lebenden Zelle]

 

 

atypisch

So werden häufig Zellen bezeichnet, die im Vergleich zu normalen Zellen sich verändert haben

 

 

Axilla

Achselhöhle

 

 

Axilla-Dissektion

Fachausdruck für die operative Entfernung der kompletten [mindestens jedoch 10 an der Zahl] Achsel-Lymphknoten

 

 

axilläre Lymphknoten

Lymphknoten, die sich in der Achsel befinden

 

 

B

 

Basalmembran

Ein dünnes, durchsichtiges Häutchen das die Hautzelle umhüllt

 

 

benigner Tumor

Gutartige Geschwulst, die keine Metastasen bildet [zB. eine Zyste oder ein Fibroadenom]

 

 

BI-RADSTM

"Breast Imaging-Reporting And Data System" Ein Bewertungssystem, mit dem Mammographien in fünf Klassen [BI-RADS™ 1 bis BI-RADS™ 6] beurteilt werden kann.
BI-RADS™ Klassifikation: klick hier...!

 

 

Bilateralität

Bei Brustkrebs: Krebs in beiden Brüsten

 

 

Biopsie

Entnahme von Körpergewebe für eine feingewebliche Untersuchung, um eine genaue Diagnose zu stellen. Biopsien werden mit unterschiedlichen Methoden minimalinvasiv entnommen, d.h. ohne großen operativen Eingriff und ohne Vollnarkose

 

 

Bisphosphonate

So bezeichnet man Medikamentengruppe, die zur Behandlung von vermehrtem Knochenabbau [zB. durch Knochenmetastasen verursacht] zu ihrem Einsatz kommen. Bisphosphonate werden in das Knochengerüst eingelagert und können so die zerstörerische Wirkung der Tumorzellen sowie ein Fortschreiten der Erkrankung aufhalten

 

 

Boost-Bestrahlung

Zusätzliche verabreichte Strahlendosis in dem Bereich, wo sich ursprünglich der Tumor befand

 

 

bösartig

[= maligne] Im Gegensatz zu "gutartig" [=benigne] hält der Tumor die natürlichen Gewebegrenzen nicht ein und wächst zerstörend in anderes Gewebe

 

 

Brachytherapie

Besondere Art der Strahlentherapie, bei der als Strahlenquelle eine radioaktive Substanz direkt in das Gewebe eingebracht wird

 

 

BRCA-Gen

Erbfaktor, der in Familien mit häufig auftretendem Brustkrebs, Eierstockkrebs und Prostatakrebs eine Rolle für die Krebsentstehung spielen kann

 

 

BRCA1, BRCA2

Abkürzung für zwei, bereits Identivizierte Gene, deren Veränderungen als erbliche Ursache von Brustkrebs verantwortlich sein können. Von allen Brustkrebserkrankungen sind nur 5 bis 8 % erblich bedingt. In Deutschland bieten derzeit 12 spezialisierte Zentren zur Erforschung des familiären Brustkrebs eine ausführliche Beratung an

 

 

Brustdrüse

Die Gesamtheit der Milchdrüsen der weiblichen Brust

 

 

brusterhaltende Operation
[BEO]

Brustoperation, bei der lediglich der Tumor und der umliegende Gewebesaum entnommen werden. Die Brust bleibt in ihrer ursprünglichen Form und Größe möglichst erhalten

 

 

Brustprothesen

Äußerlicher Brustersatz aus Silikon, der in  inen Spezial-BH eingelegt wird oder direkt auf der Haut haftet und im Erscheinungsbild den Verlust einer Brust ausgleichen kann

 

 

Brustrekonstruktion

Wiederaufbau der Brust mit einem Implantat oder Eigengewebe, nach dessen operativer Entfernung

 

 

Brustwandrezidiv

Erneut auftretender Brustkrebs nach einer Brustamputation, der in einem oder mehreren der Brustwandgewebe auftritt

 

 

C

 

C50 Klassifikation
nach ICD-10

C50      Mammakarzinom
C50.0   Brustwarze und Warzenhof
C50.1   Zentraler Drüsenkörper der Brustdrüse
C50.2   Oberer innerer Quadrant der Brustdrüse
C50.3   Unterer innerer Quadrant der Brustdrüse
C50.4   Oberer äußerer Quadrant der Brustdrüse
C50.5   Unterer äußerer Quadrant der Brustdrüse

 

 

Ca

Abkürzung für Karzinom [Carcinom]

 

 

Carcinoma in situ [CIS]

CLIS / LCIS
Bösartig veränderte Zellen, die aber noch nicht in das Nachbargewebe eingedrungen sind. Ob und wann ein Carcinoma in situ in ein invasives Karzinom übergeht, ist noch unklar. Das CIS gilt als sehr frühes Stadium eines Karzinoms und hat meist gute Heilungschancen

 

 

Carcinoma lobulare in situ
[CLIS]

Ein Frühkarzinom im Bereich der kleinsten Drüsenläppchen der Brust, das noch nicht invasiv ist

 

 

Chemosensitivitätstest

Direkter Test am Tumorgewebe, auf welche Chemotherapeutika die Krebszellen ansprechen. Es gibt mehrere Methoden, die am längsten bewährte ist der ATP-Chemosensitivitätstest – leider noch nicht sehr präzise

 

 

Chemotherapie

Behandlung von Krebspatienten mit speziellen Medikamenten als Infusion oder in Tablettenform [siehe auch Zytostatika], die Krebszellen abtöten können oder deren Vermehrung hemmen. Die Chemotherapie ist eine sogenannte systemische Behandlung, die den gesamten Organismus einbezieht. Damit können auch bereits verstreute Krebszellen erreicht werden. Allerdings werden auch alle gesunden Zellen mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Da die Zellgifte immer nur die Krebszellen schädigen oder vernichten können, die sich gerade teilen, ist eine Chemotherapie keine Garantie für Heilung

 

 

Chromosom

Chromosomen sind in jeder Körperzelle vorhanden und enthalten den kompletten genetischen Bauplan des Körpers

 

 

CIS

Carcinoma in situ Übersetzt: "Krebs an Ort und Stelle"

 

 

Clavicula

lat. = clavis - Schlüssel

Als Clavicula oder Schlüsselbein bezeichnet man den s-förmig gebogenen Knochen, der mit seinen endständigen Gelenkflächen nach
medial mit dem Sternum und nach lateral mit der Scapula [Schulterblatt] in Verbindung steht und damit an der Bewegung des Schultergelenkes beteiligt ist.

Die Clavicula bildet den anterioren Anteil des knöchernen Schultergürtels. Sie ist nahezu horizontal über dem vorderen oberen Anteil des Thorax positioniert. Das mediale Ende der Clavicula heißt Extremitas sternalis, das laterale Extremitas acromialis.

Die durch die Mitte des Schlüsselbeins laufende Linie bezeichnet man als
Medioklavikularlinie

 

 

CLIS

CLIS = Carcinoma lobulare in situ "Krebs von den Drüsenläpchen ausgehend an Ort und Stelle"

 

 

CMF-Schema

Eine Chemotherapie mit den Zytostatika Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Fluorouracil

 

 

Computer-
tomographie
[CT]

Computerunterstütztes diagnostisches Verfahren das mit Röntgenstrahlen im Quer- und Längsschnitt Bilder des menschlichen Körpers erzeugt. Hierfür können ggf. auch noch Kontrastmittel zur schärferen Darstellung von Abgrenzungen verabreicht werden

 

 

cribriform

siebartig durchlöchert

 

 

D

 

DCIS/CIS

DCIS = Duktales Carcinoma in situ.
Tumorzellen, die ihren Ursprung im Epithel der Milchgänge haben und noch nicht invasiv gewachsen sind, manchmal auch als
präkanzerös bezeichnet

 

 

dendritische Zellen

Weiße Blutkörperchen, die kranke oder körperfremde Zellen an ihrer Oberfläche binden

 

 

Differenzierungsgrad

[Grading] Grad der Bösartigkeit des Tumors [G1, G2, G3]

 

 

Disseminiert

lateinisch: disseminare - verteilen / englisch: disseminated
Disseminiert bedeutet "über den ganzen Körper oder bestimmte Körperregionen verteilt" und wird üblicherweise im Zusammenhang mit dermatologischen Erscheinungen wie Exanthemen oder Hautblutungen verwendet

 

 

DNS=deutsch / DNA=englisch

Desoxyribonukleinsäure, im Zellkern vorkommendes Molekül aus Phosphorsäure, Zucker und Basen; Träger der genetischen Informatione

 

 

Docetaxel

Zytostatikum aus der Gruppe der Taxane

 

 

Doppelbefundung

Diagnosebeurteilung oder -untersuchung durch einen zweiten Arzt

 

 

Ductus bzw. Ductuli

Große und kleine Drüsengänge der weiblichen Brust

 

 

Duktales Carcinoma in Situ

Krebsvorstufe im Milchgang der Brust [DCIS]

 

 

Duktus

[= Gang] jedoch bezogen auf die Brust - Milchgang

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