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    Krebs - der Feind in mir 

     • Oktober 1990              

     • Juni 2007                    

       Fachbegriffe von A - Z:

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     • Anatomie / Physiologie

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I

 

Immunsystem

Abwehrsystem unseres Körpers

 

 

Immuntherapie

Behandlungsform, bei der Funktionen des Immunsystems angeregt oder Bestandteile des Immunsystems als Medikament gegeben werden [zB. bei Krebs Antikörper oder Zytokine]

 

 

Implantat

Bezeichnung für künstliche Stoffe oder Teile, die ersatzweise in den menschlichen Körper eingebracht werden, zB. ein Silikonimplantat zum künstlichen Wiederaufbau der zuvor entfernten Brust

 

 

IMRT [Intensitätsmodulierte Strahlentherapie]

Die intensitätsmodulierte Strahlentherapie ist eine Fortentwicklung der konformalen Bestrahlung und ist mit einem sehr hohen planerischen und technischen Aufwand verbunden.

Bei der IMRT werden, im Gegensatz zur konformalen Bestrahlung, zusätzlich aufwendige geräte- und rechentechnische Methoden angewendet, die es erlauben, besonders fein justierte Bestrahlungsfelder zu verwenden. Dadurch können besonders hohe Bestrahlungsdosen angewendet oder Bestrahlungen in der Nähe besonders empfindlicher Organe durchgeführt werden.

Sinnvoll ist die IMRT ganz besonders bei der Bestrahlung von Prostata- und Kopf-Hals-Tumoren.

 

 

In-situ-Karzinom

Bösartig veränderte Zellen, die aber noch nicht in das Nachbargewebe eingedrungen sind. Ob und wann ein Carcinoma in situ in ein invasives Karzinom übergeht, ist noch unklar. Das CIS gilt als sehr frühes Stadium eines Karzinoms und hat meist gute Heilungschancen

 

 

inflammatorisches Mammakarzinom

Brustkrebs, der in den Lymphbahnen der Haut wächst. Zeigt sich meist durch eine starke Rötung der Haut, die ähnlich wie ein Ausschlag aussieht

 

 

Infraklavikulär

bedeutet "unterhalb der Clavicula" gelegen. Der Begriff wird als Lagebezeichnung für anatomische Strukturen verwendet

 

 

interdisziplinär

Die Zusammenarbeit mehrerer medizinische Fachrichtungen betreffend

 

 

interstitiell

Im interstitium = Zwischenraum liegend

 

 

intraduktal

Innerhalb eines duktus= Gang[es] gelegen

 

 

intraduktales Karzinom

Krebstumor, angesiedelt in einem oder in einen Gang [Milchgang- karzinom]

 

 

intraduktales Papillom

ein Papillom, angesiedelt in einem oder in einen Gang [Milchgang- papillom]

 

 

intraklavikulär

Unterhalb des Schlüsselbeins gelegen

 

 

intravenös

= i.v. in die Venen gelangend, zB. Injektionen, Infusion

 

 

invasiv

bösartigen Zellen drangen in benachbarte Gewebe ein

 

 

invasives duktales Karzinom

in einem Milchgängen der Brust befindliche Tumor, der bereits in das Nachbargewebe eingedrungen ist

 

 

invasives lobuläres Karzinom

in einem Drüsenläppchen der Brust befindliche Tumor, der bereits in das Nachbargewebe eingedrungen ist

 

 

K

 

Kapsel-Fibrose

Verhärtete und schmerzhafte Kapsel aus Bindegewebe, die als Abwehrreaktion ein Implantat teilweise oder völlig umgeben kann. Oft wird hierbei auch von einem sogenannten "einmauern" gesprochen. Das Immunsystem sieht das Implantat als Fremdkörper an

 

 

Karzinom

Krebs, bösartiger [=maligner] Tumor

 

 

Kernspintomographie

Computergestütztes bildgebendes Verfahren, das auf dem physi- kalischen Prinzip der Magnetresonanz beruht [auch Magnet- resonanztomographie, MRT genannt]. Die Kernspintomographie findet in einem röhrenförmigen Gerät statt, welches elektromagnetische Schwingungen erzeugt. Hierbei entsteht keine Strahlenbelastung. Die Kernspintomographie eignet sich besonders gut zur Darstellung von Weichteilen. Sie wird zur weiteren Abklärung von unklaren Befunden eingesetzt oder auch als Untersuchung bei sehr jungen Frauen mit einem familiären Brustkrebsrisiko

 

 

Killerzellen

Spezialisierte weiße Blutkörperchen aus der Gruppe der T-Lymphozyten, die in der Abwehr von fremden oder erkrankten Zellen ihren Aufgabe im Immunsystem haben

 

 

Klassifikation C 50
nach ICD-10

C50      Mammakarzinom
C50.0   Brustwarze und Warzenhof
C50.1   Zentraler Drüsenkörper der Brustdrüse
C50.2   Oberer innerer Quadrant der Brustdrüse
C50.3   Unterer innerer Quadrant der Brustdrüse
C50.4   Oberer äußerer Quadrant der Brustdrüse
C50.5   Unterer äußerer Quadrant der Brustdrüse

 

 

Klimakterium

Auch als Wechseljahre bezeichnet, in der die Eierstöcke ihre hormon- produzierende Funktion einstellen

 

 

Knochenszintigraphie

Nuklearmedizinische Untersuchungsmethode zur Darstellung der Knochenbeschaffenheit. In eine Vene injiziert wird ein radioaktives Kontrastmittel was sich im Körpergewebe verteilt und gespeichert wird. Im Anschluß daran kann nun ein Lichtbild des zu untersuchenden Organs [Knochenszintigramm] erstellt. Diese Suchmethode dient zum Aufspüren von Knochenmetastasen, zB. bei Brustkrebs

 

 

komplementäre Medizin

Hierzu zählten Naturheilkunde, Akupunktur, psychotherapeutische Methoden sowie anthroposophische und homöopathische Medizin, die zu der Schulmedizin eine ergänzende Behandlungsmethode dastellen. Auch die Immuntherapie [Tumorimpfstoffe, Mistelextrakte, Interferone, Interleukine], Hyperthermie, Enzymtherapie oder orthomolekulare Therapie zählen dazu

 

 

Krebs

Bösartige Geschwulst. Krebszellen zeichnen sich durch unkontrolliertes Wachstum aus. Dieses entsteht durch eine Störung der genetischen Wachstumskontrolle und -regulation in den Körperzellen

 

 

kurative Behandlung

Eine Behandlung mit dem Ziel der Heilung

 

 

L

 

lateral

lat. = einisch: latus - Flanke
Lateral bedeutet "seitlich" oder "von der Körpermitte abgewandt". Der Begriff stammt aus der topografischen Anatomie und wird in der Medizin dazu benutzt, Lageangaben zu machen, bzw. Strukturen räumlich zueinander in Beziehung zu setzen.

Das Gegenteil von "lateral" ist "
medial"

 

 

Latissimus-dorsi-Lappen

Operationstechnik für den Wiederaufbau der Brust mit Eigengewebe mit einem Haut-Muskellappen aus dem Rücken. Der Chirurg überträgt einen Teil des Rückenmuskels [Latissimus dorsi] inkl. der darüber liegenden Haut nach vorne und formt daraus die neue Brust. Diese Methode ist vor allem für die kleinere Brust geeignet oder in Verbindung mit einem Implantat

 

 

Leukozyten

Weiße Blutkörperchen, die in drei Hauptgruppen unterteilt werden: Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten

 

 

Lipom

Gutartige Geschwulst aus Fettgewebe

 

 

lobulär

Lobulus = Läppchen zB. Milchdrüsenläppchen in der weiblichen Brust

 

 

lobuläres Karzinom

Krebsgeschwulst in den Drüsenläppchen der Brust

 

 

Lokalrezidiv

auf derselben Seite wie bei der Erstdiagnose entstand erneuter ein bösartiger Tumor

 

 

Lumpektomie [BEO]

brusterhaltende Operation des Tumors aus der Brust. Der Tumor wird mit einem Sicherheitssaum von gesundem Gewebe, meist einschließlich der darüber gelegenen Haut, entfernt

 

 

Lymphadenektomie

Die operative Entfernung von Lymphknoten

 

 

Lymphdrainagen

Eine Form der klassischen Massage, bei der mit einer speziellen Grifftechnik krankhaft gestaute Lymphgefäße ausgestrichen werden Anschließend sollte ein Kompressionsverband oder -strumpf angelegt werden, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden

 

 

Lymphe

Im gesamten Körper zirkulierende Zwischenzellflüssigkeit; wird über das Lymphgefäßsystem in den Blutkreislauf zurückgeführt

 

 

Lymphgefäß

Gefäße die Lympheflüssigkeit enthalten

 

 

Lymphknoten

Linsen- bis bohnengroße platt-rundliche Organe des lymphatischen Systems [Teil des Abwehrsystems], die stets die Lymphe eines bestimmten Körpergebiets filtert. Mehrere Gefäße führen dabei zu den Lymphknoten, wärend wärend jeweils nur ein größeres sie wieder verläßt. Taschenklappen gegulieren die Strömungsrichtung. Die für eine Körperregion zuständigen Lymphknoten erlauben bei Veränderungen Rückschlüsse auf Erkrankungen im betreffenden Körpergebiet

 

 

Lymphknotenbefall

Bösartige Tumore können das Abwehrsystem der Lymphknoten überwinden und über den Lymphweg Tochtergeschwülste [Metastasen] bilden. Durch eine pathologischer Untersuchung der Lymphkoten [Wächterlymphknoten/Sentinel] kann nachgewiesen werden ob diese bereits von Krebszellen befallen wurden und ggf. den weitere Thrapieplan darauf abzusitmmen

 

 

Lymphom

Anschwellung von Lymphknoten

 

 

Lymphödem

Anschwellen eines Körperteils durch einen Abflußstau der Lymphe. Ein Lymphödem kann zB. durch eine operatieve Entfernung der Lymphknoten und/oder der Operationsnarben entstehen und sowohl nur vorübergehend als auch auf Dauer bestehen bleiben

 

 

Lymphonodektomie

Die operative Entfernung von Lymphknoten

 

 

Lymphozyten

Für die Körperabwehr zuständige weiße Blutkörperchen

 

 

M

 

Magnetresonanz-
Mammographie
[MRT; MRM]

[siehe auch Kernspintomographie]. Spezielles kernspintomographisches Untersuchungsverfahren der Brust

 

 

Magnetresonanz-
Tomographie
[MRT, Kernspintomographie]

Sehr genaues bildgebendes Verfahren zur Herstellung von Quer- oder Längsschnitten vom menschlichen Körpers ohne  adioaktive Strahlen. Dem Verfahren liegen Wellen, die von den körpereigenen Atomen nach Ausrichtung in einem magnetischen Feld ausgesandt werden, zugrunde, die mit Hilfe eines Computers zu hochauflösenden Schnittbild rekonstruiert werden können

 

 

maligner Tumor

Bösartige Geschwulst, Tumor

 

 

Malignität

Bösartigkeit

 

 

Malignom

Bezeichnung für eine bösartiger Geschwulst

 

 

Mamille

Brustwarze

 

 

Mamma

Die weibliche Brust

 

 

Mammakarzinom

[Mamma = Brust] [Karzinom = Krebs] Brustkrebs, bei Frauen die häufigste Krebserkrankung

 

 

Mammakarzinom C 50
Klassifikation nach ICD-10

C50      Mammakarzinom
C50.0   Brustwarze und Warzenhof
C50.1   Zentraler Drüsenkörper der Brustdrüse
C50.2   Oberer innerer Quadrant der Brustdrüse
C50.3   Unterer innerer Quadrant der Brustdrüse
C50.4   Oberer äußerer Quadrant der Brustdrüse
C50.5   Unterer äußerer Quadrant der Brustdrüse

 

 

Mammazentren

Auf Brustkrebserkrankungen spezialisierte Behandlungszentren / -kliniken, in den alle an der Diagnostik und Therapie beteiligten Fachrichtungen vertreten sind und fachübergreifend zusammenarbeiten

 

 

Mammographie

Röntgendastellung der weiblichen Brust

 

 

Mammographie-Screening

Flächendeckende Röntgenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr. Langfristiges Ziel dieser Maßnahme ist es, die Sterblichkeitsrate von Brustkrebserkrankungen zu senken. Im Gegensatz zur diagnostischen Mammographie, die aufgrund eines Verdachts [zB. Tastbefund] erfolgt, werden beim Screening symptomlose Frauen untersucht

 

 

Mastektomie

Operative Entfernung der weiblichen Brust [auch Ablatio genannt)] Eine Sonderform ist die subkutane Mastektomie, bei der Haut und Brustwarze erhalten bleiben

 

 

Mastitis

Entzündung der Brustdrüse

 

 

Mastopathie

Die Mastopatie ist eine gutartige Erkrankung der Brustdrüsen und Bindegewebe mit knotigen, teilweise schmerzhaften Schwellungen, die am häufigsten zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auftritt. Sollte jedoch überwacht werden, da es eine Form der Mastopathie gibt, die sich zu Krebs verändern kann

 

 

mastopathisch

Gutartige Veränderungen des Brustdrüsengewebes [Mastopathie] ver- schiedener Ausprägung: Eine bestimmte Form der Mastopathie kann zu Krebs entarten

 

 

medial

lat. = medius - der Mittler
"Zur Körpermitte hin orientiert", "in der Mitte gelegen" oder "die mittlere Struktur betreffend" oder im weiteren Sinne einfach "mittlere[r]"

 

 

medizinische Rehabilitation
[Reha]

Gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Wiederherstellung der Leistungs- fähigkeit im Alltag oder auch für den Beruf. Eine Reha kann ambulant oder auch stationär durchgeführt werden

 

 

Menarche

erstmaliges Auftreten der Monatsblutung bei Mädchens

 

 

Menopause

Aufhören der Regelblutung in den Wechseljahren der Frau [meist zwischen dem 47. und 52. Lebensjahr]

 

 

Menstruation

Monats-, Regelblutung [gr. men = Monat: Menstruation]

 

 

Metastase

Tochtergeschwulst eines bösartigen Tumors,; entsteht durch Zellaussaat über Blut- oder Lymphgefäße

 

 

Metastasierung

Abstreuung von Krebszellen in andere Körperteile und Organe

 

 

Mikrokalk

mikro-, gr. mikros = klein Verkalkter "Zellmüll", der oft beim Untergang von Krebszellen entsteht. Er ist in der Mammographie einer der frühesten Hinweise auf eine bösartige Veränderung in der Brust, noch ehe ein Tumor tastbar oder mammographisch sichtbar ist

 

 

Mikrometastase

Kleinste, nicht sichtbare Absiedelung von Krebszellen

 

 

Mikroverkalkung

Kleinste Kalkablagerungen im Brustgewebe, die sowohl auf eine gutartige wie auch auf eine bösartige Veränderungen hinweisen können

 

 

minimalinvasiv

werden zB. Biopsietechniken und laparoskopische Operationen bezeichnet da sie eine schonende Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die mit geringstmöglichen Verletzungen zulassen. Hierbei werden in zuvor kleine Hautöffnungen/Schnitte [Schlüsselloch-Chirurgie] Hohlnadeln in den Körper eingeführt in die der Chirurg mikrochirurgische Instrumente einbringen und operieren kann

 

 

Mistel-Lektine

eine spezielle Eiweißverbindung und Hauptwirkstoff von Mistelpräparaten, was die Anzahl und Aktivität der natürlichen Killerzellen, die zum Abwehrsystem gehören, steigern soll

 

 

Mitosen

Zellteilung

 

 

Molekulare Medizin

Spezialgebiet, das sich mit den molekularbiologischen Grundlagen der Medizin befasst

 

 

Monotherapie, Mono-
Chemotherapie

mono-, gr. monos = ein; allein, einzeln. Medikamentöse Behandlung [zB. bei der Chemotherapie] mit nur einem Wirkstoff

 

 

Morphine/Morphium

stark wirkendes und suchterzeugendes Schmerz- und Betäubungsmittel

 

 

Mortalität

Sterblichkeit, Sterberate

 

 

MRT

Abkürzung für Magnetresonanz-Tomographie

 

 

Mukositis

Schleimhautentzündung, häufig als Folge einer Chemotherapie

 

 

multifokal

Bezeichnung von mehreren Krebsherden [Fokus = Zentrum, Herd, von dem Krankheiten ausgehen können] in einer Brust, die weniger als 4cm voneinander entfernt liegen

 

 

multimodale Therapie

Kombination von unterschiedlichen Therapieverfahren, z.B. Operation und Chemotherapie

 

 

multizentrisch

Bezeichnung von mehreren Krebsherden in einer Brust, die weiter als 4cm voneinander entfernt liegen

 

 

Mutation

lat., mutare = wechseln: Änderung der vererbbaren Merkmale in den Genen. Mutationen in den Körperzellen können eine Ursache für die Entstehung von Krebszellen sein

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